Mit einem 1:1 trennten sich die Fußballer Wiesentheids und Dettelbachs

Mit einem 1:1 trennten sich die Fußballer Wiesentheids und Dettelbachs – Foto @ Hans Will

TSV/DJK Wiesentheid – Dettelbach und Ortsteile 1:1

Vor nur 70 Zuschauern zieht Wiesentheid im Landkreisderby in Führung. Doch dann bringt ein Elfmeter den Aufsteiger zurück ins Spiel – und fast noch den Sieg.

Ohne einen Sieger ist am Freitagabend das Landkreisderby in der Bezirksliga Ost zu Ende gegangen. Mit einem 1:1 trennten sich die Fußballer Wiesentheids und Dettelbachs. Trotz dieses für beide Mannschaften gleiches Resultats fielen die Bewertungen am Ende recht unterschiedlich aus, schließlich warten die Wiesentheider nach diesem Unentschieden noch auf ihren ersten Sieg, während die Dettelbacher weiter ungeschlagen sind.

Beide Seiten hatten sich Zeit gelassen, um ins Spiel zu finden. Viel passierte in den ersten Minuten nicht, wobei die Gastgeber leichte Vorteile besaßen. Aus jenen Standardsituationen, die Dettelbach gut verteidigte, ergaben sich vorerst keine Möglichkeiten.

Dann leitete der Wiesentheider Routinier Alexander Ruppert mit einem langen Ball aus dem eigenen Halbfeld die erste nennenswerte Torgelegenheit der Hausherren ein, aber Jonathan Popp streckte am Elfmeterpunkt stehend seinen Fuß vergeblich aus und konnte mit der Stiefelspitze die Richtung des Balles nicht mehr kontrollieren, wodurch er nur neben dem gegnerischen Tor in der Bande einschlug.

„Wir sind als Aufsteiger noch ungeschlagen. Was will ich mehr?“

Thomas Freund, Dettelbacher Trainer

Die Dettelbacher verlegten sich in der ersten halben Stunde auf Gegenstöße, kamen jedoch nicht zum Abschluss. Was ihren Aktionen fehlte, war der letzte entscheidende Pass. So ergab sich die nächste Situation wie-der vor dem Dettelbacher Tor. Markus Popp hatte sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durchgesetzt und den Ball nach innen gelegt. Aber Florian Eschenbacher wusste die Kugel nicht zu behaupten und verpasste einen Schuss aus trefflicher Position. Erstmals traten die Gäste nach dieser halben Stunde gefährlich in Erscheinung, als Fabian Kühnl den Ball maßvoll durch die Schnittstelle der Abwehr spielte, doch Lukas Schimmer im Lauf zu weit nach rechts gedrängt wurde, so dass Wiesentheids Torwart Jan Molitor den Schuss aus spitzem Winkel parierte.

In den letzten Minuten der ersten Hälfte hielt sich Dettelbach häufiger in des Gegners Hälfte auf. Christian Enzbrenner konnte Lukas Schimmer zwar nicht halten, dafür aber stoppte Sebastian Flurschütz den Sturmlauf des Dettelbachers kurz vor der Strafraumgrenze mit einem Foul. Den folgenden Freistoß schlenzte Schimmer selbst effektvoll an die Lattenoberkante, und er sorgte dadurch für ein Raunen unter den Zuschauern, von denen es mehr als nur 70 zum einzigen Landkreisderby der Liga hätten sein dürfen.

Zu passiv blieben die Dettelbacher allerdings nach dem Seitenwechsel. Wiesentheids Martin Seitz setzte sich auf rechts durch und spielte den Ball quer vor das Tor, doch bewahrte Torhüter Philipp Will seine Elf mit einer Fußabwehr gegen Mohamud Ahmed Mohamed vor dem Rückstand. Lange ging das aber nicht mehr gut, denn als Mohamed nun für Eschenbacher vorlegte und Dettelbach in seiner Abwehr die nötige Konsequenz vermissen ließ, traf der erfahrene Angreifer zur Führung Wiesentheids. Die Vorstöße der Gäste stellten sich dagegen als überhastet dar. Deinlein beendete einen Konter selbst, statt die ebenso gestarteten Schimmer und Lohr mitzunehmen.

Wiesentheids Thomas Latteier sah den Vorteile auf der Seite der Seinen. „Nach unserer Führung war der Gegner gar nicht mehr im Spiel. Erst mit unserem Elfmeter haben wir ihn aufgebaut.“ Nach 74 Minuten also wurde Dettelbach für sein Streben nach dem Ausgleich belohnt, als Christian Graber die Einladung Christian Enzbrenners zum Elfmeter annahm. Den Strafstoß vollstreckte Deinlein sicher. Das Tor weckte die Gäste wieder auf. Sie zeigten in der letzten Viertelstunde die größere Initiative, dieses Spiel noch für sich entscheiden zu wollen. Molitor hielt Lohrs Schuss und zeigte erneut sein Können, als er den Spielstand gegen Deinlein wahrte. In der Schlussminute klärte Ruppert auch noch einen zuvor von Molitor abgewehrten Schuss Julian Deinleins vor der Torlinie.

Angesichts der weiteren Chancen des Gegners stellte Latteier fest: „Am Ende hatten wir Glück, nicht noch zu verlieren.“ Ein Punkt für die noch sieglosen Wiesentheider sei freilich zu wenig. „Wir werden bis zum Saisonende im hinteren Drittel stehen, aber wir haben die nötige Qualität, vier Mannschaften hinter uns zu lassen“, sagte Latteier überzeugt. Dettelbachs Trainer Thomas Freund zeigte sich glücklich mit dem Resultat. „Wir sind als Aufsteiger nach drei Spielen noch ungeschlagen. Was will ich da noch mehr?“

Die Statistik des Spiels

TSV/DJK Wiesentheid – Dettelbach und Ortsteile 1:1 (0:0)

Wiesentheid: Molitor – Beuerlein, Enzbrenner (86. Rödel), Ruppert, Vogel – Seitz, Flurschütz – Markus Popp, Mohamed (64. Sturm), Jonathan Popp, Eschenbacher (80. Sahli).

Dettelbach: Will – Stark, Holzapfel, Bastian Schimmer, Waigandt (46. Lohr) – Kühnl, Graber (90. Kehl) – Link, Lukas Schimmer (67. Wagenhäuser) – Deinlein.

Schiedsrichter: Rehm (Grombühl).

Zuschauer: 70.

Gelb: Markus Popp, Jonathan Popp, Seitz, Flurschütz; Graber, Wagenhäuser.

Tore: 1:0 Florian Eschenbacher (54.), 1:1 Julian Deinlein (74., Foulelfmeter).

Quelle: InFranken.de

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