Wiesentheids Mut wird noch belohnt

Erfolgreiche Ansprache: Wiesentheids Trainer Stefan Schoeler (links) nimmt den späteren Torschützen Anis Sahli ins Gebet. Foto @ Andreas Stöckinger

SV-DJK Oberschwarzach – TSV/DJK Wiesentheid 0:1 (0:0).

Premiere geglückt: Wiesentheid nimmt wieder drei Punkte aus Oberschwarzach mit. Das Siegtor schießt einer, dem Trainer Schoeler zunächst einiges erklären muss.

Es schien angerichtet zum Bezirksliga-Auftakt. Gastgeber SV-DJK Oberschwarzach hatte die Sause bestens organisiert, sehr zur Freude der unterfränkischen Fußballspitze um Bezirksvorsitzenden Jürgen Pfau und Spielleiter Bernd Reitstetter. Die Musikkapelle spielte zum Einzug der Akteure auf dem Rasen, die Bürgermeister der beteiligten Klubs vollzogen den symbolischen Anstoß, die Kulisse mit mehr als 400 Zuschauern passte. Nur das Ergebnis schmeckte den Gastgebern hinterher gar nicht. Der TSV/DJK Wiesentheid nahm am Freitagabend beim 1:0 (0:0) – wie in der vergangenen Spielzeit – alle drei Punkte mit.

Der Mut der Gäste hatte sich somit ausgezahlt. Sie hatten weniger Spielanteile und weniger Chancen, dafür aber in der letzten Viertelstunde der Partie mehr Courage, die in deutlich mehr Torgefahr mündete. Ein Treffer des eingewechselten Anis Sahli, Marke Traumtor, entschied fünf Minuten vor Ende die Partie zu Gunsten Wiesentheids. Noch vor dem Spiel hatte Trainer Stefan Schoeler eindringlich auf Sahli eingeredet – wohl um dem Angreifer zu erklären, warum er ihn zunächst auf der Bank ließ. Auf dem Feld belebte er dann die verhaltene Offensive. Nach hohem Zuspiel Paul Kaisers aus dem Mittelfeld war Sahli ziemlich frei am Strafraum gestanden und hatte den Ball aus der Luft kurz mitgenommen. Im zweiten Kontakt hob er ihn über den herauseilenden Oberschwarzacher Torsteher Wilms ins Netz.

Das 0:1 bedeutete für die Heimelf einen Wirkungstreffer kurz vor dem Ende, auf den sie nicht mehr reagieren konnte. Oberschwarzach hatte in den 75 Minuten vorher viel Aufwand betrieben und sich auch einige Gelegenheiten geschaffen. Aber Wiesentheids Torhüter Jan Molitor schien an diesem Abend nicht zu überwinden. Sogar den leicht verdeckten und damit schwer zu haltenden Flachschuss Simon Müllers wehrte er ab (75. Minute). Einmal hatte Molitor auch das Glück auf seiner Seite. Nach einem Flachschuss des eingewechselten Lukas Mend aus etwas spitzem Winkel glitt ihm der Ball über die Hände und vom langen Pfosten ins Aus zum Eckstoß (71.).

Die Premierenkulisse sah vor allem in der ersten Halbzeit eine überlegene Oberschwarzacher Elf, der es bei zwei, drei Situationen einfach an der Genauigkeit im Abschluss fehlte. Die Gäste verteidigten anfangs eifrig und aufmerksam, blieben nach vorn aber kaum gefährlich. Mit zunehmender Dauer wurde das Spiel offener, Oberschwarzach probierte Vieles, aber vergeblich. Wiesentheid bekam mit der Zeit seine Gelegenheiten, der spätere Torschütze Sahli etwa zögerte einmal etwas zu lange (65.).

Oder Sven Friedrich, der kurz vor dem 0:1 aus spitzem Winkel an Wilms scheiterte und später aus nächster Nähe über das Tor schoss (88.).

Die Gastgeber fanden nicht so viel Falsches an ihrem Auftritt. „Es ist ärgerlich, wenn du daheim das Derby zur Eröffnung verlierst“, stellte Oberschwarzachs Spielertrainer Alexander Greß fest. Sein Kollege Schoeler sagte: „Wer die Tore macht, gewinnt. Meine junge Mannschaft war am Anfang nervös, sie wurde aber von Minute zu Minute besser.“

SV-DJK Oberschwarzach – TSV/DJK Wiesentheid 0:1 (0:0).

Tore: 0:1 Sahli (85.).

Zuschauer: ca. 400.

Schiedsrichter: Björn Söllner (Schonungen).

Oberschwarzach: Wilms – Lukas Mend (56. Philipp Mend), Martin Müller, Mayer, Berthel – Greß, Geßner (79. Barth), Reinstein, Renno, Günther (61. Dülk) – Simon Müller.

Wiesentheid: Molitor – Markus Popp, Enzbrenner, Flurschütz, Ruppert – Jonathan Popp, Kaiser, Seitz (61. Sahli), Zierock (46. Daniel Holzmann), Friedrich – Huscher (90+1. Linus Holzmann).

Quelle: InFranken.de

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Bildergalerie Lokalderby SV-DJK Oberschwarzach – TSV/DJK Wiesentheid 04. Aug. 2017

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